Ökonomische Bedeutung
Der Umgang mit Wissen ist zum entscheidenden Faktor für den Erfolg von Unternehmen geworden.
Nur wer in der Lage ist, sich den stetig wechselnden Anforderungen des Marktes und seiner Kunden anzupassen, wird auf Dauer erfolgreich sein können.
Gefordert sind Innovationskraft und neue Ideen. Aber während Produktionsprozesse bis ins Detail analysiert und optimiert wurden, entzieht sich der Umgang mit Wissen einer direkten Messung und Kontrolle. Die Folge ist häufig ein geradezu fatalistischer Umgang mit Wissenarbeit und den dafür notwendigen kreativen Fähigkeiten der Mitarbeiter.
Während Routinetätigkeiten im Büro – wie beispielsweise das Erfassen von Daten – gut organisiert sind, wird der Einsatz kreativer Potentiale der Mitarbeiter häufig dem Zufall überlassen. Ein Grund dafür ist, die Missverständlichkeit des Begriffs "Kreativität".
Weil "Kreativität" häufig mit künstlerischen Leistungen assoziiert wird, wird sie in den Unternehmen häufig als Domäne des Marketings gesehen. Ähnlich wie "Innovation" häufig noch ein Vorrecht der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen zu sein scheint.
In der Folge wird auf das Potenzial vieler Mitarbeiter verzichtet. Ein Luxus, den sich die Mehrzahl der Unternehmen in Europa eigentlich schon heute nicht mehr leisten kann. Denn im globalen Wettbewerb können Betriebe in Hochlohnländern auf Dauer nur bestehen, wenn sie innovativ sind und auf neue Herausforderungen flexibel reagieren können.
Was also ist Kreativität?
Ganz allgemein: Die Fähigkeit immer wieder neue (und nützliche) Ideen zu entwickeln.
Und: Kreativität ist die Voraussetzung für Innovation und für effektive Wissensarbeit.
Hinweis:
Den Möglichkeiten, die kreativen Potentiale und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter durch die Gestaltung der Arbeit und der Arbeitsumgebung zu fördern, widmet sich die buero-forum Fachschrift Nr. 10 "Kreativität und Gesundheit".

Eine Kurzfassung einiger ausgewählter Themen aus der Fachschrift Nr. 10 können Sie hier als PDF herunterladen:





