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>Ergonomie>Licht>Begriffe

Begriffe

Nachfolgend haben wir eine kleine Anzahl von Begriffen zu Beleuchtung und Licht ausgewählt. Weitere Definitionen finden Sie in der buero-forum-Fachschrift Nr. 12 mit dem Titel "Licht".

Lampe – Leuchte – Licht

  • Lampe:
    Ohne Lampe kein Licht: "Lampe" bezeichnet die technische Ausführung einer künstlichen Lichtquelle. Zum Beispiel: Glühlampe, Energiesparlampe, Kompaktleuchtstofflampe. Die Lampe wird in der Leuchte eingesetzt, die das Licht der Lampe verteilt, lenkt und vor Blendung schützt.

  • Leuchte:
    Der gesamte Beleuchtungskörper inklusive aller für Befestigung, Betrieb und Schutz der Lampe notwendigen Komponenten ist die "Leuchte". Die Leuchte schützt die Lampe, verteilt und lenkt deren Licht, verhindert, dass es blendet.

  • Licht:
    Als Licht wird die vom menschlichen Auge wahrnehmbare sichtbare Strahlung bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen kleinen Ausschnitt des elektromagnetischen Strahlungsspektrums, welches neben dem sichtbaren Licht auch die Gamma-, Röntgen, Infrarotstrahlung sowie die UV-Strahlung, die Radiowellen usw. umfasst. Der Spektralbereich des Lichts reicht von 380 bis 780 nm Wellenlänge. Innerhalb dieses Bereiches unterteilt sich das Spektrum in die verschiedenen Farben von Violett über Blau, Grün, Gelb nach Rot. Außerhalb dieses Bereiches kann das menschliche Auge keine Strahlung "sehen".
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Lichttechnische Begriffe

  • Lichtstrom in Lumen (lm):
    Gesamte von einer Lichtquelle abgestrahlte sichtbare Strahlungsleistung

  • Lichtstärke in Candela (cd):
    Lichtstrahlung in einer bestimmten Richtung (Lichtstrom pro Raumwinkel)

  • Beleuchtungsstärke in Lux (lx):
    Das auf eine Fläche auftreffende Licht (Lichtstrom pro Flächeneinheit)

    Beispiele für Beleuchtungsstärken:
    > klare Neumondnacht: 0,01 lx
    > Licht vom Vollmond: 0,24 lx
    > nächtliche Straßenbeleuchtung: 1 bis 50 lx
    > Arbeitsbeleuchtung: 200 bis 2.000 lx
    > Sommertag bei bedecktem Himmel: 10.000 bis 30.000 lx
    > Sonnenschein am Sommermittag: bis 100.000 lx

  • Leuchtdichte in cd/m3:
    Fotometrisches Maß für den Helligkeitseindruck, den das Auge hat. Die Leuchtdichte ist die Lichtstärke bezogen auf die gesehene Fläche.

    Beispiele für Leuchtdichten:
    > Sonne je nach Sonnenstand: 6.000.000 bis 1,5 * 109 cd/m3
    > Glühlampe matt: 20.000 bis 500.000 cd/m3
    > Leuchtstofflampe 40 W: 4.000 bis 8.000 cd/m3
    > Leuchtstofflampe 100 W: 12.000 bis 15.000 cd/m3
    > Weißes Papier bei 500 lx: 150 cd/m3
    > blauer Himmel: 5.000 cd/m3 und mehr
    > Vollmond: 3.000 bis 5.000 cd/m3

  • Farbtemperatur TCP in Kelvin (K):
    Das von Lampen abgestrahlte Licht besitzt eine Eigenfarbe, die so genannte Lichtfarbe. Sie wird bestimmt durch die Farbtemperatur (TCP) in Kelvin (K) 

    Lichtfarben von Lampen:
    warmweiß (ww) < 3.300 K (gemütlich, behagliche Wirkung)
    neutralweiß (nw) 3.300 bis 5.300 K (sachliche Stimmung)
    tageslichtweiß (tw) > 5.300 K
    tageslichtweißes Licht eignet sich für Innenräume erst ab einer Beleuchtungsstärke von 1.000 Lux.
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Begriffe zur biologischen Wirksamkeit von Licht

  • Dynamisches Licht:
    Der Begriff fällt häufig in Zusammenhang mit biologisch wirksamem Licht. Dann ist mit "Dynamischem Licht" meist eine Licht- oder Beleuchtungssituation gemeint, die sich an dem Rhythmus des Tageslichts orientiert. Grundsätzlich fallen unter dem Begriff "Dynamisches Licht" aber auch andere Formen von Licht, dessen Eigenschaften und Wirkung (z.B. Beleuchtungsstärke und/oder Farbtemperatur) sich verändern oder verändern lassen.

  • Biologisch wirksames Licht:
    Die Wirkung von Licht auf den Menschen reicht über das reine Sehen hinaus. Licht taktet die innere Uhr und steuert oder beeinflusst beispielsweise die Ausschüttung des Hormons Melatonin.

  • Melatonin:
    Das Hormon senkt die Aktivität des Körpers. Temperatur und Stoffwechsel werden zurückgefahren. Unter normalen Tageslichtbedingungen erhöht sich beim gesunden Menschen der Melatonin-Spiegel am frühen Abend und wird gegen Morgen wieder abgebaut. Die Veränderung des Lichts ("schwächeres" Licht mit geringerem Blauanteil am Abend und "intensives" Licht mit hohem Blauanteil am Morgen) stabilisiert und verstärkt diesen Zyklus.

  • Circadianer Rhythmus:
    Die Körperfunktionen des Menschen folgen tages- und jahreszeitlichen Rhythmen. Mit dem Begriff "Circadian" werden jene Rhytmen bezeichnet, die in etwa einer Tageslänge entsprechen. Auf- und Abbau von Melatonin und anderen Hormonen wie Cortisol (Stresshormon, das die Aktivierung am frühen Morgen unterstützt) und Serotonin (stimmungsaufhellendes Hormon) unterliegen dem circadianen Rhythmus.

  • Ganglienzellen
    Es handelt sich um Nervenzellen in der untersten Schicht der Netzhaut, die Helligkeitsinformationen aufnehmen und an das Nervensystem weiterleiten. Die aufgenommen Informationen haben einen direkten Einfluss auf die Produktion des Hormons Melatonin. Ganglienzellen haben keinen Einfluss auf das optische Sehen.

  • wichtige Faktoren biologisch wirksamen Lichts sind:
    > Beleuchtungsstärke
    > Flächigkeit
    > Lichtrichtung
    > Farbtemperatur
    > Dynamik des Lichts
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Quellen:

  • Kleine Ergonomische Datensammlung, Herausgeber Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, verfasst von Prof. Dr. W. Lange und Dr. A. Windel, Copyright by TÜV-Verlag GmbH, www.tuev-media.de
  • licht.de, Fördergemeinschaft Gutes Licht, 2008, www.licht.de
  • licht.wissen 19 – Wirkung des Lichts auf den Menschen (freier Download auf www.licht.de)
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Inhalte dieser Seite:

  • Lampe – Leute – Licht

  • Lichttechnische Begriffe

  • Begriffe zur biologischen
    Wirksamkeit von Licht
Die Beleuchtungsstärke nimmt bei divergierender Strahlung im umgekehrten Verhältnis zum Quadrat der Entfernung von der Lichtquelle ab.
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