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New Work Order (NWO)

Aufbruch in eine neue Arbeitskultur

Im Auftrag des bso Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel e.V. erstellt das Trendbüro, Hamburg, derzeit eine 3- stufige Studie, die Trends, Treiber und Notwendigkeiten bei der Etablierung einer neuen Arbeitskultur beschreibt.

Der Studientitel New Work Order spielt dabei ganz unbescheiden mit dem Begriff der Neuen Weltordnung (New World Order), denn der aktuelle Strukturwandel von der Industrie- in die Netzwerkökonomie erfordert auf Unternehmensseite nichts weniger als eine Neuordnung der gesamten Organisation.

In dieser Konsequenz widmet sich der zentrale Mittelteil der New-Work-Order-Studie dem Wandel der Kommunikation und ihren Potenzialen für eine neue Arbeitskultur. Der vorgelagerte erste Teil der Studie resümiert in einer Art Meta-Analyse die äußeren Triebkräfte, die auf das Arbeitsumfeld wirken und der dritte Teil wird sich mit den Implikationen für den Arbeitsplatz beschäftigen.

Anhand von Experteninterviews und Praxisbeispielen wird das Trendbüro beleuchten, wie sich Unternehmen diesem Wandel stellen. Aber bso und Trendforum wollen auch noch einen Schritt weiter gehen. Zusammenhänge und Abhängigkeiten der verschiedenen Faktoren einer neuen Kultur der Arbeit sollen aufgezeigt werden. Dabei steht ganz besonders die Wechselwirkung zwischen der "neuen Kommunikation" und den Anforderungen an den Arbeitsplatz im Fokus.

Mit den Mitteln eines "Blogs" lädt das buero-forum alle Interessierten ein, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Wir werden auf diesen Seiten Erkenntnisse aus der New-Work-Order-Studie zur Diskussion stellen und gleichzeitig einen Blick über den Tellerrand des eigenen Projekts werfen und andere Untersuchungen vorstellen, die sich in ähnlicher Form der Frage widmen, wie sich unsere Arbeit in Zukunft gestalten wird.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mit Ihren Ideen, Anregungen bei unserem "Aufbruch" begleiten würden.

Ihr buero-forum-Redaktionsteam

(Das gesamte Projekt wird am 24.10.2012 im Rahmen des Trendforums der ORGATEC 2012 vorgestellt. Allen die sich hier an der Diskussion beteiligen, schicken wir gerne einen kostenlosen Eintrittskartengutschein zu.)

 

New Work Order: Meta-Analyse
07.05.2012
09:32

Experten-Spotlights

Die ersten Interviews zur Erforschung der New Work Order führte das Trendbüro im Dezember 2011. Seinerzeit kamen sechs Experten zu Wort. Hier eine Auswahl ihrer Statements:

 

"Gebäude werden auch in der digital vernetzten Arbeitswelt weiterhin wichtig bleiben: Als Orte der informellen Kommunikation, des Austausches und der Gruppenbildung. Um soziale Kohärenz zu schaffen, die gerade auch bei wechselnden Projektteams wichtig ist, sind "face to face"-Begegnungen notwendig. Dadurch steht die ganze Bandbreite der Kommunikation, über Gesten, non-verbale Parameter usw. zur Verfügung. Man kann die Gesamtheit der situativen Parameter nutzen, um Aufmerksamkeit oder Gewahrsein ("awareness") für die Aktivitäten im Team und im Gebäude zu entwickeln. Entsprechend gestaltete öffentliche Räume werden zusätzlich zu Orten der informellen Kommunikation und des Austausches zur Förderung der spontanen Entwicklung kreativer Ideen."
Dr. Dr. Norbert Streitz – Scientific Director / Smart Future Initiative

"Es sah lange so aus als ob das klassische deutsche Unternehmen, das ein langfristiges und sicheres Arbeitsverhältnis bietet, abgelöst wird von einem flexibleren Modell, bei dem die Mitarbeiter eher temporär beschäftigt sind. Unseren Beobachtungen nach zeigt sich, dass beide Modelle ihre Existenzberechtigung zu haben scheinen. Was noch nicht wirklich erreicht wird, ist diese Formen zu einer hybriden Organisationsform zu verbinden."
Prof. Dr. Ralph Bruder – Institutsleitung / Institut für Arbeitswissenschaft TU Darmstadt

"Die neue Art der Kommunikation nach dem Vorbild des Web 2.0, diese transparentere, teilweise auch authentischere und offenere Kommunikation verändert langfristig auch die Kultur der Unternehmen. Die wichtigen Aspekte von Social Software sind Awareness, Transparency und Participation. Im Moment entsteht in vielen Unternehmen im Prinzip eine Art Parallelwelt: Eine bottom-up Informationshierarchie, die neben der klassischen Organisationshierarchie existiert."
Dr. Alexander Richter – Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Forschungsgruppe Kooperationssysteme München Uni BW München

"Generation Y – die neuen Generation Arbeitnehmer – ist keine, die in ein Unternehmen kommt und die Kultur ändert. Sie suchen sich vielmehr das Umfeld, das zu ihnen passt. Die Loyalität liegt auch nicht mehr so stark beim Unternehmen, sondern beim Einzelnen, bei seiner Tätigkeit, vielleicht noch beim Team, wenn das Umfeld gut ist."
Christoph Fellinger – Employer Branding & Talent Attraction / Beiersdorf AG

"Ein wichtiges Zukunftsthema im Kontext der flexibilisierten Arbeitswelt ist Führung auf Distanz. Die Problematik, mit Leuten umgehen und sie führen zu müssen, obwohl sie zeitlich und örtlich nicht präsent sind. Besonders auch angesichts der neuen Überlastungsformen wie z.B. Burnout, auf welche Führungskräfte noch nicht vorbereitet sind und für die sie wenig Zeit eingeräumt bekommen."
Dr. Josephine Hofmann – Leiterin Competence Center Business Performance Management / Fraunhofer IAO

"Unternehmen müssen durchlässig werden in ihrer Kommunikation. Wenn ich schon nicht immer am gleichen Arbeitsplatz sitze, muss ich wenigstens Foren haben, Begegnungsorte oder Events. Es wird wieder eine Zukunft für Rituale geben wird, um das zu kompensieren, was vorher die Präsenzkultur geleistet hat."
Sonja Matthiesen – Geschäftsführerin / bufc BerufundFamilie-Consulting

Sie sind herzlich eingeladen mit- und weiterzudiskutieren!

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New Work Order: Meta-Analyse
25.04.2012
15:59

Zentrale Treiber für eine New Work Order

Die New-Work-Order-Studie startet mit einem Blick über die wichtigsten Triebkräfte, die auf das Arbeitsumfeld wirken. Diese klassifiziert das Trendbüro in vier Kategorien:

  • Technologisch: Die Expansion der virtuellen Kommunikationsmöglichkeiten ermöglicht einen leichteren Informationszugang. Die globale Vernetzung beschleunigt den Wettbewerb. Mitarbeiter- kommunikation über soziale Medien, wie z.B. Microblogging und nachvollziehbarer Activity-Streams, bieten mehr Prozesstransparenz für eine effizientere Kollaboration.

  • Sozial: Die Digital Natives lehren: Soziale Medien erzeugen die Nähe, die das virtuelle Arbeiten bis dato vermissen ließ. Gemeinsame Inhalte führen in Zeiten des Fachkräftemangels zu neuen Kontakten. Abteilungs- und Unternehmensgrenzen werden durchbrochen. Berufliche und private Interessen überlappen sich – wie auch die Form der Mediennutzung. Arbeit und Freizeit verschmelzen. Content is king. Selbstvermarktung wird Pflicht.

  • Ökonomisch: Der Kostendruck auf den internationalen Märkten steigt. Standorte werden sich anhand von Markt- und Manpower-Volumina entscheiden. Maßnahmen zur Wirtschaftlichkeit verdichten hierzulande Bürofläche und machen Einzelbüros zum Luxus. Vielfach mobile Projektarbeit mit einem hohem Grad an Selbstorganisation wird die Arbeitsform der Wissensarbeiter.

  • Kulturell: Alt versus Jung, global versus lokal, Arbeits- versus Erholungszeit, Flexibilität versus Loyalität, Hierarchie versus Netzwerk: Inwieweit Arbeitgeber und Arbeitnehmer diese Widersprüche auflösen können, entscheidet über den Erfolg der Umstrukturierung.

Wie nehmen Sie den Wandel wahr? Wohin geht die Reise? Sind wir schon aufgebrochen in eine neue Arbeitskultur oder führen wir noch eine vorwiegend theoretische Diskussion?

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Tags: new work order, treiber, technologie, sozial, ökonomisch, kulturell
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Zentrale Treiber für eine New Work Order
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