europäische Objekte
Interpolis, Tilburg/Niederlande
YOL 11/2008 – Schwerpunkt Einrichtung/Flächenkonzept: Ein Verwaltungszentrum für die rund 1.500 Mitarbeiter der niederländischen Versicherungsgesellschaft Interpolis, entworfen vom Architekturbüro Abe Bonnema Architekten und Hylko van der Woude, Hardegarijp/Niederlanden, steht weitläufigen Design-Hotellobbys oder Cafés alias Star-Bucks näher als landläufigen Büros.
Interpolis hatte den Planern im Vorhinein Vorgaben und Fragen für den Planungsprozess mitgegeben:
- Wie sieht ein Raumangebot aus, das den komplexen Gesprächsbedarf eines modernen Dienstleisters unterstützt?
- Eine Kantine, die 22 Stunden am Tag leer bleibt, sei pure Verschwendung, befand der Vorstand.
- Entwerft völlig unterschiedliche Zonen, in denen sich arbeiten, treffen, essen und ausruhen lässt, lautete das Briefing an die Designer und Künstler.
- Und die Aufgabe des Lichtplaners lautete: "arbeitssame Gemütlichkeit" schaffen – Ambiente zählt – nicht Lux-Werte!
Die Interpolis-Mitarbeiter können auf jeder Etage zwischen mehreren Arbeitsbereichen wählen. Nachdem sie persönliche Unterlagen und Telefon abgeholt haben, entscheiden sie sich entweder für ein Einzel-"Cockpit" zum konzentrierten Arbeiten oder für eine von mehreren offenen Zonen zur Bearbeitung der momentanen Aufgaben. Jeder Team-Bereich verfügt über seine eigene Identität. Sie wird am Eingang zu jeder Etage jeweils von einem Cafe eröffnet. Für zusätzliche Flexibilität sorgen innovative Techniken. Gemäß der Interpolis-Philosophie "Dein Arbeitsplatz ist dort, wo Du Dich gerade aufhältst" stehen zum Arbeiten auch die Gemeinschaftsbereiche des Hauses zur Verfügung: das Restaurant genauso wie die spektakuläre Eingangshalle oder der landschaftlich ungewöhnlich gestaltete Skulpturen-Garten.
Ein ungewöhnlicher Park, ein ungewöhnliches Gebäude, ungewöhnliche Arbeitsplätze!







