Ausgabe 05/04.2007                                                       Deutsches Büromöbel Forum – www.buero-forum.de

 
 

In dieser Ausgabe:
Auf der Suche nach dem Rohstoff HOLZ
 
3,4 Milliarden m³ lagern als Vorräte in Deutschlands Wäldern. Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt, dort wachsen derzeit rund 35 Milliarden Bäume. Pro Jahr wächst etwa ein Drittel mehr Holz zu, als aus dem Wald herausgeholt wird. Soweit die Fakten der jüngsten Bundeswald-Inventur.
 
Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung. Dennoch tobt derzeit ein verschärfter Kampf um den zunehmend begehrten Rohstoff, der sich sichtbar in hohen Preisen niederschlägt. Durchschnittlich und über alle Verwendungsarten verteuerte sich Holz in den vergangenen Monaten um rund 30 % und damit spürbar mehr als Öl oder Gas.
 
Die Preisentwicklung spiegelt die Situation auf den Energiemärkten und der zunehmenden Verwendung von Holz als Brennstoff wider. Rund 21 Millionen m³ Holz wurden im Jahr 2005 in privaten Öfen verfeuert – mit deutlich steigender Tendenz.
 
Diese Faktoren drücken die Preise nach oben. Die Folgen sind in sämtlichen Branchen der Holzindustrie zu spüren. Die Spanplatten-
preise für die Möbelindustrie steigen um 20 bis 30 % binnen 12 Monaten, Bauholz verteuert sich ebenfalls um rund 25 %, Eiche
für die Parkettherstellung ist immer schwieriger zu bekommen und
35 % teurer als noch vor einem Jahr.
 
Büromärkte in Deutschland Ende 2006
 
Die Büromärkte in den sieben deutschen Immobilienhochburgen haben im vergangenen Jahr einen „Gesamtumsatz“ von 3,03 Mio. m² erzielt und damit das Vorjahresergebnis um 15 % übertroffen. Dadurch reduzierte sich an fünf von sieben wichtigen Standorten die Leerstandsquote. Zu diesem Ergebnis kommt der Arbeitskreis „Marktanalysen und Bedarfs-Prognosen“ der gif aufgrund der von ihm moderierten Abstimmungsrunden mit den marktführenden Immobilienberatern.
 
gif – die Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung e. V., Wiesbaden – wurde 1993 gegründet und hat derzeit fast 900 Mitglieder. Die Gesellschaft strebt die Zusammenführung von Theorie und Praxis an und trägt zur Klärung wichtiger immobilien-wirtschaftlicher Fragen sowie zur Verbesserung der Markttransparenz bei.
 
Die wesentlichen Ergebnisse der Büromarkterhebung 2006:
> Jahresumsatz 2006 deutlich gestiegen
> Shooting Star 2006 ist Berlin
> Anstieg bei Mieten
> Ansätze bei der Leerstands-Reduktion
 
 
Raumordnungsprognose 2020 – 2050 
 
Immer mehr Regionen in Deutschland verlassen den Wachstumspfad – die Bevölkerung beginnt zu schrumpfen. Bis 2020 nimmt die Einwohnerzahl in Deutschland zwar nur leicht ab, doch lebt dann bereits nahezu die Hälfte der Bevölkerung in Landkreisen und kreisfreien Städten mit abnehmender Bevölkerung. Zugleich aber bewahren einige Regionen ihre Dynamik weit über 2020 hinaus.
 
Das sind einige der zentralen Ergebnisse der jetzt vorgelegten Raumordnungsprognose 2020/2050 des Bundesamtes für Bauwesen
und Raumordnung (BBR) in Bonn. Das BBR ist eine nachgeordnete
Behörde des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadt-
entwicklung. Es führt in regelmäßigem mehrjährigem Abstand eine Raumordnungsprognose durch. In ihr werden die Eckwerte der räumlichen Entwicklung abgeschätzt.
 
 
Die Prognose ist als Band 23 in der BBR-Reihe „Berichte“ veröffentlicht (selbstverlag@bbr.bund.de)
 
Betriebsepidemiologische Untersuchung bei Beschäftigten an Büroarbeitsplätzen
 
Der Zusammenhang zwischen Beschwerden in den oberen Extremitäten von Beschäftigten und Bildschirmarbeit bei Büroarbeitsplätzen wird in der Öffentlichkeit seit einiger Zeit kontrovers diskutiert. Im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin wurde deshalb vom Institut ASER e. V. an der Bergischen Universität Wuppertal eine Querschnittsuntersuchung an über 1.000 Arbeitsplätzen eines Chemiekonzerns durchgeführt.
 
In den Jahren 2004 und 2005 wurden 1.065 Beschäftigte an unterschiedlichen Bildschirmarbeitsplätzen und Standorten eines Großunternehmens der Chemieindustrie zu ihren Beschwerden und zum Umfang ihrer Bildschirmarbeit befragt. Die ermittelten 12-Monats-Beschwerde-Prävalenzen wiesen in der Nacken- (54,8 %) und der Schulterregion (37,6 %) die deutlichsten Ausprägungen auf.
 
Frauen berichteten dabei signifikant häufiger über Nacken- und Schulterbeschwerden als Männer. Schulterbeschwerden nahmen zudem mit zunehmenden Alter zu. Die Dauer der Bildschirmarbeit zeigte einen signifikanten Effekt auf Nackenbeschwerden bei einer durchschnittlichen Bildschirmarbeit von über 6 Stunden pro Tag.
 
Darüber hinaus wurden die Beschwerden eines Subkollektivs von 82 Beschäftigten anhand eines medizinischen Leitfadens ärztlich beurteilt. Die o. g. Verteilung der Beschwerdeprävalenzen konnte dabei bestätigt und verschiedene Verdachtsdiagnosen abgeleitet werden. Die umfassenden Ergebnisse sind jetzt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin als Forschungsbericht Fb 1082 herausgegeben worden. Die Bestellmöglichkeit und weitere Informationen finden Sie unter der folgenden Adresse:
 
 
Einerseits – andererseits!
 
Einerseits fordern wir die informelle Kommunikation als Eingangs- Voraussetzung für Innovation und Ideen-Gewinnung –
andererseits gestalten sich die Arbeitsbeziehungen immer einseitiger zwischen Mensch und Computer.
 
Einerseits fordern wir Bewegung und Beweglichkeit im Büro –
andererseits führt die tägliche Arbeit am und mit dem Computer zu einem Sitz-Marathon seinesgleichen.
 
Einerseits tun die Hersteller alles, Ihre Arbeitsgeräte, sprich Drehstuhl oder Arbeitstisch, so ergonomisch wie möglich zu gestalten –
andererseits werden die zahlreichen Verstell- und Einstellmöglichkeiten relativ wenig genutzt.
 
Einerseits fordern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie –
andererseits führt die Telearbeit im Home Office zu permanenter Arbeit und zu entgrenzter Arbeitszeit.
 
Wen wundert es da, dass die schon früher bedrohlichen Bürokrankheiten trotz zunehmendem Wissen über Ursachen und Entstehungsweise zu fast epidemischen Ausmaßen anwachsen.
 
Und wen wundert dieses, da doch die vielfältigen Aufrufe zu gesundheitsgerechtem Verhalten und frühzeitiger Prävention meist ungehört verhallen!
 
Langsam erst setzt sich die Erkenntnis durch, dass Prävention heute anders definiert werden muss: Nicht mehr Gefahren und Krankheit vermeiden heißt der Leitspruch – sondern Gesundheit fördern, Motivation unterstützen, Basis für Arbeitsfreude legen, Freude und Selbstbewusstsein an und mit der Arbeit und Aufgabe vermitteln.
 
 
Gute Arbeitsbedingungen stärken die Wettbewerbsfähigkeit
 
Beschäftigte wünschen sie sich und die Unternehmen brauchen sie: gute Arbeitsbedingungen. Gute Arbeitsbedingungen stärken die unternehmerische Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft.
 
In zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten werden das Know-how und die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten zu entscheidenden Erfolgsfaktoren. Dies war die zentrale Botschaft des gemeinsamen Jahreskongresses der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ und „Great Place to Work“ in Berlin.
 
 
„Das größte Potential zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit sind die Menschen in unserem Land. Wir werden unseren Wohlstand nur durch innovative Spitzenleistungen und eine hohe Arbeitsqualität sichern können“ – waren die einleitenden Moderatoren-Worte zum Kongress.
 
Über 150 Führungskräfte der Wirtschaft und Arbeit trafen sich, um sich über die Chancen und Möglichkeiten mitarbeiterorientierter Unternehmensführung auszutauschen. Viele dieser TOP-Arbeitgeber verzeichnen ein überdurchschnittliches Unternehmens-Wachstum.
 
Eine von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) in Auftrag gegebene repräsentative Erhebung zeigt, dass es um die Arbeitsmoral in Deutschland weitaus besser bestellt ist, als gemeinhin angenommen: fast drei Viertel (72 %) von rund 5.400 Befragten geben an, dass es für sie sehr wichtig ist, stolz auf die eigene Arbeit sein zu können. Ebenfalls fast zwei Drittel (64 %) erklären, dass sie immer bzw. oft mit Freude arbeiten.
 
Gleichzeitig ist auch die Bereitschaft der Beschäftigten, sich stärker einzubringen, sehr ausgeprägt: 66 % der Befragten geben an, dass es ihnen wichtig oder sehr wichtig ist, ihre Fähigkeiten weiter entwickeln zu können. 65 % sind bereit, im Rahmen ihrer Tätigkeit mehr Verantwortung zu übernehmen.
 
Hier bieten sich große Chancen für die Unternehmen – wenn es gilt brachliegende Mitarbeiterpotentiale zu erschließen. Gute, mitarbeiterorientierte Führung zahlt sich aus, so der allgemeine Kongress-Tenor.

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Herausgeber
Deutsches Büromöbel Forum
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Verantwortlich
Willi Schneider

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