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Ausgabe 15/11.2007 Deutsches
Büromöbel Forum - www.buero-forum.de | |||||||
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In dieser
Ausgabe:
> Material Vision > Machen oder machen lassen? > Flächen einsparen > Büroflächen - reduzieren, verdichten, auflockern? > Chance vertan? > MAN |
Material
Vision
Die Bedeutung neuer Materialien hat in nahezu
allen Bereichen von Architektur und Produktentwicklung stark zugenommen.
Sei es die Verbesserung bereits existierender Materialien oder die
Entwicklung neuer Werkstoffe - Ziel der Materialforschung ist es,
Werkstoffe leichter, dünner, stabiler, intelligenter und funktionaler zu
machen. Die Material Vision, internationale Fachmesse und Konferenz zum
Thema Materialien für die Produktentwicklung, Design und Architektur,
zeigt am 22. und 23. November 2007 in Frankfurt am Main die neuesten
Produkte und Trends aus der Materialforschung und -anwendung.
Zu den Produktgruppen der Material Vision
gehören Kunststoffe,
Metalle, Keramik, Glas, Holz, Papier, Beton,
Stein, Mineralwerk-
stoffe, Textilien, Verbundwerkstoffe,
Materialien aus nachwach-
senden Rohstoffen, Smart Materials,
Oberflächenbeschichtung
und -bearbeitung, Klebe- und
Fügetechnologien.
![]() Begleitend zur Fachmesse wird am 22. November
2007 die Material Vision Konferenz im Forum der Messe Frankfurt mit einer
Reihe von hochkarätigen Vorträgen aufwarten.
Weitere Infos unter
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Machen oder machen
lassen?
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![]() Regus Business
Center Hamburg Chilehaus in Hamburg
Foto:
www.tagungshotel.com |
Diese Frage stellt REGUS in seiner Büro- und
Arbeitsplatz-Studie und plädiert für Business Center. Wenn ein Anbieter
von Business Centern eine solche Frage stellt, dann ist die Intention
klar! Die eigene Dienstleistung soll schmackhaft gemacht werden.
Trotzdem bietet die Studie Anhaltspunkte für
das eigene Unternehmen und eigene Standortentscheidungen. Die Studie
basiert auf den Daten von IPD (Investment Property Datenbank) France.
Deshalb ist es sicherlich reizvoll, hier die eigenen Kosten
entgegenzustellen und zu vergleichen.
Bei den reinen Nutzungskosten rechnet Regus
mit 901 Euro für einen Büro-Arbeitsplatz und Monat - eine angemietete
Fläche vorausgesetzt. Hinzu kommen Kosten für die
Benutzer-Dienstleistungen (beispielsweise die Ausstattung für
Telekommunikation, Catering, Empfang), die im normalen Büro nochmals 138
Euro pro Arbeitsplatz verursachen.
Für Gebäude-Dienstleistungen kalkuliert Regus
mit 336 Euro und
mit 31 Euro pro Arbeitsplatz für die Gebäude-Verwaltung. Insgesamt entstehen so nach REGUS-Rechnung Kosten für einen Büro-Arbeitsplatz in Höhe von 1.406 Euro pro Monat. Natürlich rechnet REGUS noch die eine oder
andere Position hinzu - und natürlich kalkuliert das Unternehmen seine
Dienstleistungen mit niedrigeren Kosten - aber - zumindest der Vergleich
sollte gemacht werden. Auch im Hinblick auf die aktuellen
Facility-Management-Diskussionen!
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Flächen
einsparen
Katja Schwinghammer, die Leiterin
Competence Center Flächenmanagement bei DeTeImmobilien schreibt im
Immobilienteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 4.10.2007:
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![]() Foto:
www.deteimmobilien.de |
"In Deutschland führen klassisch organisierte
Bürokonzepte mit vielen Einzelbüros und hierarchisch bestimmten Bürogrößen
zu einem hohen Flächenverbrauch von 25 bis 30 Quadratmetern Mietfläche je
Arbeitsplatz einschließlich Sonderflächen. In vielen anderen Ländern sind
es annähernd 20 Quadratmeter, ohne dass die Produktivität am Arbeitsplatz
darunter leidet. Angesicht des heutigen Wettbewerbs- und Kostendrucks ist
der hohe Flächenverbrauch in Deutschland nicht durchzuhalten.
Auch bleiben Büros oft mehr als 50% des Tages
ungenutzt. Es ist davon auszugehen, dass zwischen 15 und 30%
Effizienzsteigerung bei schlecht gestalteten Bürokonzepten erzielt werden
können, wenn sie gesamtheitlich optimiert werden. Untersuchungen führen zu
Einschätzungen, dass 6 Millionen Büro-Arbeitsplätze in Deutschland davon
betroffen sind. Bei einer durchschnittlichen Wertschöpfung je
Büromitarbeiter von jährlich 60.000 Euro errechnet sich ein Potentialwert
von 100 Milliarden Euro. DeTeImmobiliien hat in den vergangenen zwei
Jahren 80 Bedarfs- beziehungsweise Potentialanalysen für 550.000
Quadratmeter Bürofläche realisiert. Die Analyse hat ergeben, dass sich
durch eine Umwandlung vom klassischen auf ein modernes Nutzungskonzept
25-35% an Fläche einsparen lassen - bei Beibehaltung der gleichen
Arbeitsplatzzahl und Verbesserung der Arbeitsplatzqualität. Bei 500
Millionen Quadratmetern Bürofläche in Deutschland für 17 Millionen
Büro-Arbeitsplätze ergibt sich ein Flächeneinsparpotential von 120 bis 150
Millionen Quadratmetern. Dies entspricht jährlichen Flächennutzungskosten
von 27 Milliarden Euro."
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Büroflächen -
reduzieren, verdichten, auflockern?
Die Mieten für Büroflächen steigen wieder,
die Nebenkosten werden aufgrund der steigenden Energiepreise bis zu 40%
der m²-Preise erreichen - so jedenfalls beurteilen Immobilienmakler die
derzeitige Situation am Mieter-Markt.
Da ist es nahe liegend, über
Einsparmöglichkeiten nachzudenken. In vielen Fällen kann dies gelingen,
denn mancher bislang schlecht oder ungenutzte Bereich lässt sich bei
kreativem Nachdenken doch noch gut nutzen. Und manche Flächen sind in der
wirtschaftlichen Rezessions-Phase nicht im Gleichtakt angepasst
worden.
Aber Büroflächen um 30% pro Arbeitsplatz
reduzieren?
Bei Gebäude- und Konstruktionsfläche,
Haustechnik und Verkehrstechnik sind solche Reduzierungen oder
Verdichtungen von vorneherein ziemlich aussichtslos! Bleiben die
Nebenflächen - hier lässt sich sicher über die eine oder andere Funktion
nachdenken.
Auch die Arbeitsplatzflächen können in vielen
Fällen effektiver genutzt werden. Das so genannte nonterritoriale Büro -
die nicht personenbezogenen Büroarbeitsplätze für häufig abwesende
Mitarbeiter wie Außendienstler, Service-Beauftragte o. ä. Funktionen
bieten Möglichkeiten. Eine weitere Möglichkeit ist die kritische Analyse
der Arbeitsabläufe, Geschäftsprozesse und des gewünschten Kommunikations-
und Informationsverhaltens innerhalb einer Unternehmung. Auf manchen
individuellen Besprechungstisch kann verzichtet werden, wenn stattdessen
kompakte und allgemein zugängliche Besprechungszonen eingeführt werden.
Dies muss dann nicht zu negativer Verdichtung führen.
Vielleicht ist aber auch die Suche nach einer
intensiveren Flächen-Nutzung nicht unbedingt der vernünftige
Planungsansatz. Eine neue Analyse der Arbeitsprozesse und des gewünschten
Kommunikationsverhaltens könnten evtl. der deutlich bessere Denkansatz
sein.
Ein geänderter Flächen-Ansatz wird sich dann
als positiver Nebeneffekt zwangsläufig einstellen. Wie unterschiedliche
Ansätze bei der Gestaltung der Arbeitsprozesse und bei der Suche nach
einer besseren informellen Kommunikation und Information schließlich zu
ganz unterschiedlichen Raumkonzepten und Raumnutzungen führen können,
zeigen die nachfolgenden fünf Planungsalternativen für eine Verwaltung im
Ruhrgebiet.
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Zellen-Büro für 23 Mitarbeiter mit einer Fläche von 20,5 m² pro Mitarbeiter (HNF gesamt ca. 477 m²) |
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Kombi-Büro für
26 Mitarbeiter
mit einer Fläche
von 18 m²
pro Mitarbeiter
(HNF gesamt
ca. 477
m²)
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Open Space Büro
für 43 Mitarbeiter mit einer Fläche
von 11 m² pro
Mitarbeiter
(HNF gesamt ca.
477 m²)
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Business Club
für 18 Mitarbeiter mit einer Fläche von 26,5 m²
pro Mitarbeiter
(HNF gesamt
ca. 477
m²)
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Projekt-Büro für
53 Mitarbeiter
mit einer Fläche
von 9 m²
pro Mitarbeiter
(HNF gesamt
ca. 477
m²)
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Chance
vertan?
Ein Unternehmen zieht um! Welche Erwartungen
verbinden die Mitarbeiter mit einem Umzug? Und werden diese Erwartungen
später dann auch erfüllt? Oder verbleiben Enttäuschungen, ungenutzte
Chancen?
IBT - das "Institut für Beratung und Training
in Unternehmen" in Schwelm hat diese Fragen einer Stichprobe von
Mitarbeitern in unterschiedlichen Funktionsbereichen und Führungsebenen
vorgelegt. Eine erste quantitative Untersuchung wurde später in einem
zweiten Schritt durch qualitative Interviews abgeprüft.
Die Ergebnisse sind eindeutig. Es zeigt sich,
dass die Erwartungshaltungen an einen Umzug sehr hoch sind. Grundsätzlich
erwarten die Mitarbeiter, dass sich nach und durch einen Umzug
Verbesserungen einstellen werden.
Diese Hoffnungen werden insbesondere in den
Bereichen erfüllt, die mit der Anschaffung verbesserter Infrastruktur am
Arbeitsplatz einhergehen (IT/Mobiliar). Dagegen erfüllen sich Erwartungen
nicht, die eine verbesserte Ablauforganisation (Prozess-Optimierung,
Teamarbeit) mit und nach dem Umzug erhofften.
Was erwarten Mitarbeiter beispielhaft
von einem und durch einen Umzug:
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69,3% der Befragten erwarteten vor dem Umzug,
dass ihr neues Domizil ihnen ein ansprechendes, zeitgemäßes Arbeitsumfeld
bieten werde. Und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht, denn 64,2%
bestätigen, dass ihre Erwartungen erfüllt wurden.
Ein ansprechendes, zeitgemäßes
Arbeitsumfeld
Noch eindrucksvoller ist das Ergebnis bei der
Ausstattung mit arbeits-unterstützendem Mobiliar. Hier erwarteten 72,6%
eine verbesserte Arbeitsumgebung. Die Erwartungen wurden deutlich
übertroffen! Denn später gaben 81,3% an, dass sich ihre Arbeitsumgebung
verbessert habe.
Arbeitsunterstützendes
Mobiliar
Von einer veränderten, prozessorientierten
Büroaufteilung erwarteten nur knapp mehr als die Hälfte der Befragten
(52,2%) Verbesserungen. Bestätigen konnten dies hinterher aber nur noch
41,5% - und - 20% zeigten sich hinterher in dieser Hinsicht sogar
enttäuscht.
Eine prozessorientierte
Büroaufteilung
Dabei müssen die Arbeitsprozesse nicht in
unmittelbaren Zusammenhang mit einem Umzug reorganisiert werden. Die
Mitarbeiter aber scheinen dies zu erwarten. Jedenfalls äußerten 72,2%
diese Erwartungen im vorhinein. Aber nur 10,7% sahen sich hierin nach dem
Umzug auch bestätigt. Zurück blieb ein Potential von über 60% enttäuschter
Mitarbeiter!
Verbesserte
Arbeitsprozesse
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![]() Foto: MAN
AG |
MAN
Einige Monate nachdem Hakan Samuelsson vom
Chef der Nutzfahrzeug-Sparte zum Chef des MAN-Konzerns in München
aufgestiegen war, holte er zum symbolisch wohl wichtigsten Schlag aus: auf
den Mauern des alten MAN-Bürohauses ließ er eine neue Konzernzentrale
planen.
"Samuelsson hatte erkannt, dass dieses
Unternehmen große Veränderungen brauchte", so Helmut Naber, bei MAN
zuständig für die Unternehmensentwicklung. "Sie können ja nicht alles auf
den Kopf stellen und die Büros so lassen, wie sie sind"!
Der Schwede Samuelsson ist aus der Heimat
helle Büros gewohnt. Und er wollte, dass sich der Kulturwandel auch in der
Architektur niederschlug. Luftiger soll die neue Zentrale daher sein - die
Büros mit transparenten Glaswänden, dazwischen große Pauseninseln mit
Kaffeeautomaten und Tischen. "Man nimmt so eher auf, was in anderen
Abteilungen passiert", hofft Naber. "Es gibt auf diese Weise mehr
informelle Kontakte und Austausch und die sind für das Unternehmen
fruchtbar."
Dachterrassen für jeden
Vorstand.
Glück hat, wer künftig in der Chefetage bei
MAN sitzt. Jeder Vorstand hat nicht nur ein Büro mit Blick auf die
Zugspitze - sondern auch seine eigene Dachterrasse. Inzwischen stehen von
dem früheren Bürogebäude nur noch die Grundmauern; bis Ende kommenden
Jahres soll hier dann die neue MAN-Zentrale entstehen. Ein etwa 7.000
Quadratmeter großer Komplex aus Glas und Stahl für rund 200 Mitarbeiter.
Von hieraus sollen die Strategie des Konzerns bestimmt, umgesetzt und
überprüft werden.
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